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                            Reizen und Reizwert

Wichtig ist zuerst einmal die Aussage, wann man ein Spiel überhaupt reizen soll?

M. Quambusch schreibt dazu, dass ein Spiel mindestens eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 70% haben sollte.

Betrachtet man sich einmal die Tabelle aller möglichen Spiele und deren Gewinn- und Verlustpunkte beim Turnierskat (Bild 1) so kann man folgendes erkennen.

Bis zu einem Spielwert von 48, der wohl beim Skatspiel am häufigsten vorkommt, ergibt sich ein durchschnittliches Verhältnis von Verlustpunkten zu Gewinnpunkten von 2,37.

Daraus ergibt sich beim Turnierskat folgende Übersicht mit den Break-Even-Werten, wenn es sich lohnt, ein Spiel zu reizen.

Damit muss die Gewinnwahrscheinlichkeit bei  70,3% liegen, damit sich beide im Mittel aufheben. Der angesetzte Wert von 70% ist also durchaus richtig!

Beim Geldskat liegt dieser Wert konstant bei 67%, da ja die Seeger-Punkte nicht mit in die Bewertung eingehen!

Die Gewinn- und Verlustpunkte wurden dabei nach dem erweiterten Seeger-System am Vierertisch unter Einbeziehung der erhaltenen Punkte der Gegenspieler bei Spielverlust berechnet.